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1963. Hunsrücker Turnerjugend erlebte Allgäuer Bergwelt.

Auf der oberen Ochsenalpe bei Oberjoch verlebten 26 Mädchen und Jungen schöne Ferientage. Wie schon im vergangenen Jahr, so starten auch in diesem Sommer unter Leitung von Lehrer Lenz ,TV Hundheim, und Gattin, die Hunsrücker Turnerjugend zur Ferienfahrt. Ihr Ziel war die Obere Ochsenalp bei Oberjoch im Allgäu. Nachfolgend der Bericht eines Fahrtteilnehmers:

Am Abend des 31. Juli trafen wir uns auf dem Kastellauner Marktplatz, um zunächst bis Koblenz zu fahren. Unser D-Zug brachte uns über Mainz, Heidelberg, Stuttgart, Ulm und Kempten noch Sonthofen. Dort wartete der „Komm mit“ auf uns und fuhr uns sicher über die 105 Kurven der Paßstraße nach Oberjoch.

Schon der verhältnismäßig kurze Aufstieg zum Lift gab uns einen kleinen Vorgeschmack davon, was uns in den folgenden 18 Tagen erwartete. Durch die Auffahrt bis zur Iseler Platzhütte erfrischt, landeten wir kurz nach 10 Uhr an „unserer Hütte“.  Wie schon vom Zug und Bus aus konnten wir jetzt aus etwa 1500 Meter Höhe unsere herrliche Umgebung bewundern.

Am 2. Tag stiegen wir zum ersten Mal über die untere Ochsenalp nach Oberjoch ab, wanderten anschließend gemeinsam durchs Kematsrieder Moos zum Hochmoorbad.

Noch einem erfrischenden Bad stiegen wir, beladen mit Vorräten aller Art, übers Iseler Berghaus zur Hütte auf. Nach dem Abendbrot verschwanden wir alle schnell in unseren Betten, denn am anderen Morgen wollten wir den Sonnenaufgang am Iseler erleben.

Um 3.30 Uhr hieß es aufstehen und nach kurzer Katzenwäsche marschierten wir bergan. Vom Grat aus, der bis ans Gipfelkreuz führte, beobachteten wir etwa 35 Gämsen, die am Hang grasten. Am Gipfelkreuz des 1886 Meter hohen Iseler angelangt, kamen wir gerade rechtzeitig zum herrlichen Sonnenaufgang.

Sonntags war es selbstverständlich, daß wir zuerst die Kirche besuchten.

Unsere Küche bemühte sich großartig darum, unseren immer größer werdenden Hunger zu stillen, manch leckeres Schnitzel wurde uns von Meisterhand serviert und der lustige Kanon „Tomaten sa la to, Tomaten sa la to“ klang oft über unsere Tischrunde hinweg.

In froher Runde saßen wir oft am Abend zusammen, um unser Lagerzirkus, der eigentlich am Lagerfeuer stattfinden sollte, wurde in den Tagesraum verlegt. Fröhlich schmetterten wir unsere Lieder, die durch kleine Darbietungen und Spiele unterbrochen wurden.

Wir alle, die auf der Oberen Ochsenalp waren, werden wohl immer wieder gern an die vielen schönen Stunden zurück denken, die wir dort verleben durften und möchten Familie Lenz gemeinsam für ihre viele Mühe ganz herzlich danken.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht in der „ Festschrift zum 28. Gauturnfest des Hunsrückgaues in Hundheim / Hunsrück am 29. und 30. Mai 1965 ".

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